Zur Familie gehört neben meiner Gattin und meinen drei Kindern auch Barney, unser ehemaliger Mischlingsrüde, jetzt nur noch Mischling. Er dürfte aus einer Liäson von Leonberger und Hovavard hervorgegangen sein: Groß, wuchtig, wachsam, aber auch munter.
Da wir Barney erst zu uns geholt haben, als er bereits sechs Monate alt war, wissen wir nicht, was er für Erfahrungen vor unserer gemeinsamen Zeit gemacht hat. Offensichtlich waren es jedoch keine allzu guten, zumindest nicht mit großen, schwarzen, dominanten Rüden. Barney zeigt sich selten erfreut darüber, mit einem derartigen Artgenossen Bekanntschaft zu machen.
Ein Hund spiegelt die Familie. Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Familie oder einen traurigen in einer glücklichen? Mürrische Leute haben mürrische Hunde, lustige Leute lustige, muntere Menschen muntere.
An Barney sind wir gekommen wie die berühmte Jungfrau zum Kind: Meine Frau und ich waren "nur mal so" im Tierheim in Ahlen-Tönnishäuschen, um uns einen Überblick über die Arbeit des Asyls zu machen. Den Fortgang der Geschichte kann man sich dann denken ...
Meine Frau und ich hatten damals im Jahr 2003 keine Ahnung von Hunden, haben uns unvernünftiger Weise gleich ein solches Prachtexemplar zugelegt ... und hatten richtig Glück, an ein weitgehend pflegeleichtes Tier geraten zu sein.
Um Barney, der über ein sehr dichtes Fell verfügt, den Sommer 2007 erträglicher zu gestalten, bin ich auf die goldige Idee gekommen, Barney trimmen zu lassen. Das Fell kam also Anfang Mai 2007 runter, und danach sah Barney nicht mehr so aus wie Barney. Durch die erhöhte Sonneneinstrahlung auf seine empfindliche Haut bekam er Hautprobleme. Das Ende vom Lied: Nie wieder trimmen, dann muss er halt im Sommer schwitzen ...
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