Privat ist ...

... man in meinem Beruf eigentlich nur in den eigenen vier Wänden und im engen Freundeskreis. Sobald man das Haus verlässt, ist man schnell "Herr Bürgermeister". In den ersten Monaten in Ennigerloh war das etwas gewöhnungsbedürftig, heute ist es zum selbstverständlichen Bestandteil meines Lebens geworden. Ich habe schon im Wahlkampf 2002 gesagt, dass ich ein volksnaher Bürgermeister sein möchte, der für alle Menschen dieser Stadt Ansprechpartner ist. Auch diesem Grunde freut es mich, wenn ich den Menschen in Ennigerloh im Rahmen meiner Möglichkeiten helfen kann.

Seit Beginn der 90er Jahre bin ich dem Radsport eng verbunden, bin selbst engagiert gefahren und habe mich zu meiner guten Zeit mehrere Jahre dem Radmarathon zugewandt. Diese, im Rahmen einer Europa-Cup-Serie angebotenen Marathonveranstaltungen fanden insbesondere in Süddeutschland, Österreich und Norditalien, also den Alpenregionen, statt. Streckenlängen von bis zu 250 Kilometern waren für mich damals "die" Herausforderung. Als ich dann Ende der 90er Jahre ein Junioren-Radsportteam mitverantwortlich als Trainer und Betreuer übernommen habe, musste ich meine eigenen Abitionen deutlich zurückschrauben. Mit meinem beruflichen Vorankommen war dann ab 1999 an aktiven Radsport ohnehin nicht mehr zu denken. Noch heute bin ich dem Radsport sehr eng verbunden und verfolge, so es meine knappe Zeit zulässt, die wichtigsten Rennen im Jahr (Frühjahrsklassiker, Giro, Tour, Weltmeisterschaften) zumindest am Fernseher.

Allerdings, und daraus mache ich keinen Hehl, ist mir im Laufe der vergangenen Jahre der Motorradsport ohnehin mehr ans Herz gewachsen. Es ist irgendwie auch angenehmer, weil einfacher, mit dem Mopped durchs Münsterland zu cruisen, als sich 250 Kilometer auf dem Rad zu quälen ;-) Beim Motorradfahren ist man (bin ich) zur totalen Konzentration gezwungen. Das verlangt eine gewisse körperliche und mentale Fitness, auch wenn man - so wie ich - nicht zur sogenannten "Knieschleiferfraktion" gehört. Das Rasen ist ja auch verboten und gefährlich. Man kann dabei sterben, im Rollstuhl enden, den Führerschein und viel Geld verlieren. Nur ein vorausschauender Fahrer mit einem Gefühl für Sicherheitsreserven kann ein guter Motorradfahrer sein. Andernfalls ist er entweder eine Leiche oder ein Krüppel. Die Auswahl ist da leider sehr begrenzt. Deshalb lieber locker durch das Münsterland gondeln, cruisen genannt, den Wind um die Nase wehen lassen ... und das ganze auf dem für mich passenden Motorrad: Yamaha XT 660 Z Ténéré, Baujahr 2009.
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